Holzschnitt und Farbholzschnitt - Holzschnitt Feldmeier

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Holzschnitt und Farbholzschnitt von Joachim Feldmeier

Handgedruckte Originalgrafik von einem Holzschnitt-Künstler aus Deutschland. Der Holzschnitt ist wieder en vogue oder einfach nur modern. Wir laden Sie ein zu einem Besuch in die Werkstatt von Joachim Feldmeier. Hier schneidet der Künstler seine Holzschnitte und Farbholzschnitte in ungewöhnlich filigraner Technik und fein abgestimmter Farbigkeit.


Seit  vielen Jahren ist der Holzschnitt Feldmeiers Handwerk. Der künstlerische Entwurf, die Herstellung der Druckstöcke und die sorgfältige Bearbeitung der Auflage werden von ihm persönlich ausgeführt. In seiner großzügig eingerichteten Werkstatt ist er auf umfangreiche Projekte eingerichtet. Hier entstand auch von Januar 1999 bis April 2000 der größte malerische Holzschnitt der Welt. Fast alle Arbeiten von Joachim Feldmeier sind aufwändige Farbholzschnitte von mehreren Druckplatten. In seinem Werkverzeichnis sind neben vielen Einzelgrafiken über 80 Serien mit je 12 oder 24 Bildmotiven aufgeführt.

Kältezauber, Holzschnitt
Kältezauber
Winterstarre, Holzschnitt
Winterstarre
Die Holzschnitte "Winterstarre" und "Kältezauber" stammen aus dem Jahr 1985 und zählen zu den frühen Arbeiten des Künstlers.

Joachim Feldmeier über seine Arbeit

"Das lebendige Material Holz setzt Bilder voller Leben voraus. Dies ist am besten zu verwirklichen im Zusammenspiel von Farbe und Form, Licht und Schatten. In meinen Bildern ist die unmittelbare Begegnung mit der Natur und die sensible Fühlungnahme mit ihr zum Ausdruck gebracht, also das, was ich sehe und fühle.

Es handelt sich bei meiner Arbeit um rein intuitive und visuelle Kunst, um das Festhalten einer flüchtigen Situation, die Verbindung von Augenblicklichkeit und Dauer, Verschwommenheit und Gestalt, Farbe und Form. In einer Art von Naturalismus oder Realismus, erweitert um meine eigenen Empfindungen, fühle ich mich zur Gegenständlichkeit hingezogen.

Perspektive ergibt sich bei meinen Bildern aus der Abstufung der Farbtöne, aus dem weiten Spektrum der Farben, den vielfachen Nuancen und Schattierungen, aus strukturierten Flächen und farbbedingten Vibrationen.

Bewegung entsteht durch flimmernde Raster und lebendige Strukturen ohne geometrische Form. Größtmögliche Lichtintensität, Erfassung der Wirkung des Lichts und Verdichtung der Lichteffekte sind meine Absicht.

Ich breche mit der jahrhundertealten Tradition des Holzschnitts und verwende alle mir geeignet erscheinenden Werktechniken und Materialien. So komme ich über Clairobscur, Puzzledruck und Abbauschnitt (Verlorene Platte) zu neuen Arbeitsweisen. Dadurch überwinde ich das ursprünglich Derbe und Kantige des klassischen Holzschnitts.

Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln und das Experimentieren mit ungebräuchlichen Materialien führen zu einer technischen Vervollkommnung, die es unvorstellbar erscheinen lässt, mit dem Material Holz in so differenzierender Weise zu verfahren.

In der Grafischen Technik des Farbholzschnitts stelle ich vielfarbige, zum Teil irisierend gedruckte Handabzüge in Kleinauflage her. Die Formate sind bisweilen außergewöhnlich groß. Die Rückseite des Druckes zeigt eine leichte Prägung, die als typisches Merkmal des manuellen Hochdruckes gilt. Alle Blätter sind handsigniert und können nicht nachgedruckt werden.

Für den Holzschnitt, eines der ältesten Druckverfahren, bin ich für Künstler, Editeure, Galeristen oder Unternehmer ein kompetenter Partner. Auf verschiedenen Pressen drucke ich Holzschnitte standardmässig bis 110 x 80 cm, in Sonderfällen auch wesentlich größer. Ich halte für verschiedene Aufgabenstellungen unterschiedliche Druckstöcke für diese klassische Drucktechnik bereit. Für den Kunsthandel oder Museen stelle ich exklusive Editionen her. Ich verwende ausschließlich hochwertige Papiere oder Büttenpapiere..."

Joachim Feldmeier, September 1999

Das Werkverzeichnis aller Holzschnitte von Joachim Feldmeier

Die Katalogisierung aller Holzschnitte in seinem Werkverzeichnis erfolgt nach fortlaufenden Nummern ab H0001 usw. Wichtige Angaben sind der Titel des Holzschnitts und das Jahr der Entstehung. Besonders für Sammler interessant sind die Höhe der Auflage sowie das Papierformat und das Plattenformat. Der Vollständigkeit halber wird die Art des Druckträgers angegeben, also z.B. Römerturm Oeuvre 200 g, Hahnemühle Alt Dresden 300 g oder Zerkall Alt Mainz 250 g. Es fehlen auch nicht Angaben zu Besonderheiten, wie Verlorene Platte (6 Druckstufen) oder 8 Druckstöcke. Feldmeier arbeitet fast immer in Serien, um ein bestimmtes bildnerisches Thema aus unterschiedlichen Sichtweisen zu behandeln. Für diese Serien vergibt er gerne Arbeitstitel oder -bezeichnungen, die später auch Eingang in das Werkverzeichnis fanden. So besteht zum Beispiel die Serie Fukushima aus 24 verschiedenen abstrakten Holzschnitten. Als sehr hilfreich empfinden Kunden oder Galeristen die Unterteilung in Kategorien wie Dokumentarisches, Malerisches, Porträts usw. Das komplette Werkverzeichnis wird von der Galerie Fuchstal betreut und verwaltet.

Via Mala II, Holzschnitt
Via Mala II
Via Mala V, Holzschnitt
Via Mala V
Via Mala VI, Holzschnitt
Via Mala VI
Via Mala I, Holzschnitt
Via Mala I

Bespiele einiger Serien oder Arbeitstitel

Symphonien (12 Holzschnitte), Du gehörst uns allen (4), Chronologien (12), Traum, Tanz und Tau (4), Bruchstücke (4), Porträtstudien CS1 (12), Mondlichter (12), Geheimnisse (12), Zentrum (12), Naturgewalten (56), Reflexionen (12), Naturbühne (12), Erlebnis Blau (12), Kibis (24), Mythos (12), Schluchten (12), Engelsschlucht (12), Seestücke (12), Canyons (12), Abstrakt 2001 (12), Corse Boote (12), Corse Mer (12), Schattenbaum (12), Linienspiele (12), Krummholz (12), Fragmente (12), Frei sein (18), Goldregen (12), Novembertränen (6), Via Mala (6), Atmosphären (12), Mooreiche (6), Historisches Kaufbeuren (36), Rathaus Kaufbeuren (6), Historisches Augsburg (12), Music And Sound (24), Baumkrone I (12), Wolkenformationen I (12), Impression Glas (8), Malerisches (6), Kunstgenuss (4), Wildberg I, II, II (32), Südfrankreich (24), Chaos (24), Fukushima (24), Wolken mit Kratzer (4), Wiesenstücke (24), Toskana (4), Brücken (24), Welt der Farben (12), Dolce Vita (24), Natur pur (48), Geometrische Formen (24), Figur (24), Zeichen (24), Farbklänge im Herbst (12), Kostbarkeiten Bayerns (12), Isla Canela (12), Hommage á peinture (36) usw. Einige dieser Serien sind auf den folgenden Seiten abgebildet.


Biographie Joachim Feldmeier

1949 geboren in Altenstadt (Iller), Bayern
1968 Abitur in Kaufbeuren, Allgäu
1970-1972 Studium an der Universität München, Lehramt Kunsterziehung
seit 1983 Spezialisierung in der grafischen Technik Holzschnitt
seit 1985 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
seit 1992 lebt und arbeitet Joachim Feldmeier in Fuchstal, Bayern


Einzelausstellungen (Auswahl)

Torhaus-Galerie, Karlstadt
Galerie an der Königsalle, Königsbrunn
Kaufbeurer Impressionen, Kaufbeuren
Galerie Impuls, Tuggen, Schweiz
Galerie Monika Beck, Homburg (Saar)
Galerie Fuchstal, Leeder
Kleine Galerie Eckes, Nieder-Olm
Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen, München
Kleines Schloss, Türkheim
Sonderschau Naturgewalten - Kräfte der Natur, Tendence, Messe Frankfurt
Kunstkabinett Hespert
Kunsthalle Szombathely, Ungarn
Galerie an der Wolfach, Ortenburg

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Galerie Fuchstal, Leeder
Galerie am Grasholz, Würzburg
Schloss Bauschlott
Haus des Buches, Leipzig
Paris-Haus, Memmingen
Kleines Schloss, Türkheim
Jahresausstellung Münchner Küstlergenossenschaft, Haus der Kunst, München
Stadtmuseum Kaufbeuren (EMOTIONEN. IM FLUSS. Jubiläumsausstellung 50 Jahre Kulturring Kaufbeuren)
Kunsthaus Kaufbeuren (Blick Fang 2017)

Mehrmalige Teilnahme an Regionalen Ausstellungen (Auswahl)

Große Schwäbische Kunstausstellung, Augsburg
Kunst im Schloss, Wertingen
Ostallgäuer Kunstausstellung, Marktoberdorf
Kunstausstellung zur Allgäuer Festwoche, Kempten

Mehrmalige Teilnahme an Überregionalen Ausstellungen (Auswahl)

art multiple, Düsseldorf
Tendence bzw. Ambiente, Frankfurt
MIART, Mailand
ART Innsbruck


Joachim Feldmeier beim Nachbearbeiten eines Holzschnitts
Joachim Feldmeier auf Wikipedia  Joachim Feldmeier auf Wikipedia

Computer-Aided Woodcut auf Wikipedia  Computer-Aided Woodcut auf Wikipedia


Presseberichte über Joachim Feldmeier

Wir möchten Ihnen gerne einige Presseberichte vorstellen. In der über 30 Jahre andauernden Ausstellungstätigkeit des Künstlers Joachim Feldmeier wurde in der jeweils örtlichen Presse viel Wissenswertes über den Künstler und sein Werk berichtet.
Besonders informativ fanden wir die Berichterstattung über Ausstellungen, die in den Räumen der Galerie Fuchstal veranstaltet wurden. Hier befindet sich auch gleichzeitig die Werkstatt des Künstlers.
Wegen der direkten Nähe zu Feldmeiers Werkzeugen, Arbeitstischen, Maschinen, Druckpressen und sämtlichen dazu gehörenden Utensilien konnte für die Besucher ein tiefer Einblick in die Arbeitsweise des Künstlers vermittelt werden. Die Berichte der freien Mitarbeiterinnen vom Landsberger Tagblatt sind sehr gründlich recherchiert und überzeugen durch reiches Fachwissen. Sie sind in einem professionellen Stil geschrieben und leicht zu lesen. Durch fundiertes Hintergrundwissen vermitteln sie dem Leser einen echten Eindruck über die gesehene und erlebte Ausstellung. Besonders erfreulich ist, dass man das persönliche Interesse am Kulturgeschehen, insbesondere der bildenden Kunst, spürt.

Gerda Feldmeier-Bold, April 2016


Das malerische Element - Landsberger Tagblatt

Wetterumschwung, Holzschnitt 2014  Holzschnitt von Joachim Feldmeier "Wetterumschwung"

Das malerische Element - Joachim Feldmeier und das kleine Format

Im  Winter 2013/2014 experimentierte Joachim Feldmeier mit der Technik des  Holzschnitts im kleinen Format, ungewöhnlich für einen Künstler, den man  bisher in erster Linie über seine großformatigen Arbeiten kennenlernen  konnte und bei dem ein Holzschnitt auch schon einmal 30 Meter in der  Länge aufweist. In der Kunst führt das kleine Format oftmals eher eine  Schattenexistenz, verlangt es doch die bewusste Wahrnehmung, während das  großformatige Bild durch seine schiere Präsenz auf sich aufmerksam  macht. Vielfach bleiben die kleinen Kunstwerke deshalb gleich in der  Werkstatt oder verschwinden als Studien im Archiv, ohne dass je ein  Betrachterblick sie streift. Wie sehr dies zu bedauern ist, zeigt die  aktuelle Ausstellung in der Galerie Fuchstal, bei der erstmals ein Fokus  auf die kleinformatigen Holzschnitte gelegt wird.

Diese  sind zum einen das Resultat einer bewussten Beschränkung des Künstlers  in den Abmessungen der von ihm meisterlich beherrschten Technik des  Holzschnitts in den vergangenen Monaten, zum anderen auch schon weit  früher entstanden, jedoch bisher nur vereinzelt gezeigt worden. Sie alle  eint die Tatsache, dass auch das kleine Format von großer  künstlerischer Qualität sein kann.
Ein  erster Blick auf die im letzten Winter geschaffenen 6 Serien mit  jeweils 24 Bildern offenbart nicht nur das breite Repertoire des  Künstlers, sondern vor allem auch seine Lust am Experiment und ein  absolutes Gespür für die Möglichkeiten der Holzschnitttechnik, die er  bis an die Grenzen des Möglichen auslotet. Wie eine Übung in der hohen  Kunst des Weglassens erscheinen die Blätter der Serien “Geometrische  Formen”, “Figuren” und “Zeichen”, deren abstrakte Linien und Formen den  Grafiker Joachim Feldmeier in den Vordergrund stellen.

Sichere Hand, genaues Auge

So  einfach und selbstverständlich das Ergebnis wirkt, so schwierig ist die  Anfertigung von Druckstock und Druck, den nicht nur müssen mit  Hohlstichel, Eisen und Fräsmaschine große Teile der Platte entfernt  werden, auch der Farbauftrag auf den oder die verbliebenen Stege setzt  ein genaues Auge und eine sichere Hand voraus, damit die Konturen im  Druck nicht verwischen.
Das  malerische Element gewinnt dagegen in den Zyklen mit Landschaftsthemen  und gegenständlichen Motiven die Oberhand. Hier spielt der Künstler mit  Farben und Formen, erstere mal pastellig, mal buntstiftbunt, letztere  zwischen gegenständlicher und abstrakter Kunst changierend. Dabei lösen  sich Landschaftsimpressionen auch schon mal in der Abstraktion auf,  während andere Blätter einen beinahe naiven Kinderblick zu spiegeln  scheinen, dessen bunte Fröhlichkeit sich auf den Betrachter überträgt.

Zu  entdecken sind jedoch vor allem auch frühe kleinformatige Arbeiten des  Künstlers, so zum Beispiel die Serie “Kleine Studie” aus dem Jahr 1997,  die in Schwarz-Weiß Baumansichten präsentiert. Was wie hingehaucht  aussieht - das federleichte Laub, die Lichtinseln und Schattenflecke -  lässt nicht annähernd die Schwierigkeit in der Anfertigung der  zugehörigen Druckstöcke erahnen. Die außergewöhnlich subtile Bearbeitung  der Platten zeugt gerade hier einmal mehr vom großen Können Joachim  Feldmeiers, zumal die Schwarz-Weiß-Technik im Gegensatz zum additiven  Mehrfarbendruck kaum einen Fehler verzeiht. Die “Linienspiele” aus dem  Jahr 2005 legen den Fokus wieder mehr auf das grafische Element der  Holzschnitttechnik und sind durch ihre klar abgegrenzte Formgebung und  Farbgestaltung von teils großem Reiz, während in den Studien zur  “Kleinen Violine” die malerische Umsetzung des Motivs ihre kongeniale  Ergänzung in der abstrakten Farbwahl und der Wiedergabe der Lichtreflexe  findet.

Öffnungszeiten

Die  Arbeiten im kleinen Format von Joachim Feldmeier sind bis Sonntag, 18.  Mai 2014 in der Galerie Fuchstal, Gewerbestraße 15 im Gewerbegebiet  Fuchstal-Asch zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag und Freitag  von 16 - 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 - 12 Uhr oder jederzeit  nach telefonischer Vereinbarung unter 08243-3489.

Birgit Kremer, Landsberger Tagblatt, 29. April 2014


Seelenwärmer im trüben Herbst - Landsberger Tagblatt

Seelenwärmer im trüben Herbst  Foto: Birgit Krämer

Joachim Feldmeier setzt sich künstlerisch  mit den farbigen, im Licht flirrenden Blättern üppiger und weniger  üppiger Baumkronen auseinander.

Seelenwärmer im trüben Herbst - Holzschnitte von Joachim Feldmeier in der Galerie Fuchstal in Asch

Das  für Ende November eigenartig verwirrende Spätsommerwetter bildet einen  passenden Auftakt für die aktuelle Ausstellung herbstlicher Farbwelten,  die den Besucher im Inneren der Galerie Fuchstal erwartet. Nach zehn  Jahren, in denen das Galeriefest im Oktober fester Bestandteil des  Galerielebens war, markiert die diesjährige, auf den November verlegte  Vernissage mit Arbeiten von Joachim Feldmeier einen Wendepunkt im  Veranstaltungsablauf der Galerie. Diese Veränderung ist nicht zuletzt  den Lebensumständen des Künstlers geschuldet, der seit dem Sommer seinen  Ruhestand nach 45-jähriger Tätigkeit als Kunsterzieher genießt und sich  nunmehr uneingeschränkt dem schöpferischen Prozess des malerischen  Holzschnittes widmen kann.

Einen  ersten Eindruck in diese neue Schaffensperiode erlauben die seither  entstandenen Arbeiten von Joachim Feldmeier, der sich künstlerisch mit  den farbigen, im Licht flirrenden Blättern üppiger und weniger üppiger  Baumkronen auseinandersetzt. In ihrer warmen Tonigkeit bei gleichzeitig  üppiger Farbpalette wirken die Motive dieser neuen Holzschnitte wie  Seelenwärmer für einen trüben, von Nebel niedergedrückten Herbst. Dies  entspricht der Intention der Galeristin Gerda Feldmeier-Bold, die die in  diesem Jahr entstandenen Werke zum Anlass genommen hat, auch frühere,  in warmen Farbtönen gehaltene Arbeiten von Joachim Feldmeier in neuem  Zusammenhang zu präsentieren.

Die  frühesten gezeigten Holzschnitte stammen aus dem Jahr 1983, sodass sich  das gesamte Werkspektrum des Künstlers über einen Zeitraum von etwas  mehr als dreißig Jahren erleben lässt.
Deutlich  lässt sich die Entwicklung nachvollziehen, die der Künstler in diesen  drei Jahrzehnten zurückgelegt hat. So sind die frühen Arbeiten Joachim  Feldmeiers wie “Im Stadtpark an der Mauer” oder “Licht überm Weg” in  ihrer Auffassung eindeutig grafisch, während in den neuesten Werken das  malerische Element dominiert. Auch in der Farbgebung lassen sich  Unterschiede feststellen. In den früheren Holzschnitten ist die Palette  eher verhalten, bevor sie mit der Zeit an Farbigkeit gewinnt und in den  expressiven Rot- und Orangetönen der herbstlichen Laubkronen aus dem  Jahr 2014 ihre vorläufige Kulmination findet.

Interessant  ist auch der Vergleich mit einem Holzschnitt aus dem Jahr 2006 mit dem  Titel “Allgäuer November”, dessen monochrome Grautonigkeit depressive  Schwere vermittelt und so gar nichts mit den bunt gefärbten Blättern der  jüngsten Holzschnitte zu tun haben will. Die Farbigkeit der neuesten  Bilder ist bei aller Expressivität dennoch seltsam gedämpft, es scheint  eine eher verhaltene Lebensfreude, die sich Bahn bricht. Ansichten einer  sommerlichen Stadt ergänzen die farbig-expressiven Naturaufnahmen, sie  bilden quasi einen Gegenpol. Auch hier dominieren die warmen Farben,  Rot-, Orange- und Gelbtöne, die das Flirren eines Sommers am Meer  einfangen. Joachim Feldmeier beherrscht sein Medium virtuos und  souverän, es gelingt ihm scheinbar mühelos, in der Technik des  Holzschnitts Bilder zu “malen”, die eine ganz eigene Atmosphäre atmen.

Die  von ihnen ausgehende, teils mediterrane Leichtigkeit überträgt sich auf  den Betrachter. Und doch täuscht dieser Eindruck: Zwar wirken die  Arbeiten so leicht und schwerelos, doch ist der dahinter stehende  schöpferische Prozess mit bis zu vierzehn Druckstöcken ausgesprochen  komplex und anspruchsvoll. Dass dies nicht spürbar wird, ist wohl der  eindruckvollste Beweis für die meisterlich geführte Hand des Künstlers.

Öffnungszeiten

Die  herbstlichen Farbklänge sind noch bis zum 14. Dezember in der Galerie  zu sehen, geöffnet ist die Ausstellung mittwochs von 16 bis 19 Uhr und  samstags und sonntags jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie jederzeit nach  telefonischer Vereinbarung unter 08243/3489.

Birgit Kremer, Landsberger Tagblatt, Freitag, 28. November 2014



Malerische Standpunkte - Landsberger Tagblatt

Goldener Sommerabend, 2013  Holzschnitt von Joachim Feldmeier "Goldener Sommerabend"

Malerische Standpunkte

Seit 30 Jahren hat sich Joachim Feldmeier der Technik des Holzschnittes gewidmet
30 Jahre ist es her, dass sich der Künstler Joachim Feldmeier der Technik des Holzschnittes verschrieben hat, der er bis heute die Treue hält. Und auch die Galerie Fuchstal feiert Jubiläum, im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens blickt sie in diesem Jahr auf über hundert erfolgreiche, überwiegend der Druckgrafik gewidmete Ausstellungen mit Werken regional wie überregional bedeutender Künstler zurück, darunter etliche Klassiker der Moderne.

Joachim Feldmeier, der in den letzten Jahren vor allem mit seinen malerischen Farbholzschnitten Aufsehen erregt hat, ist mit seinen neuen Arbeiten aus der Serie “Brücken” wieder als Grafiker zu entdecken. Zwölf unterschiedliche Bildmotive zeigen teils gewaltige Eisenkonstruktionen in ungewöhnlichen Perspektiven und Details.

Während einige dieser Drucke den Blick in schwindelerregende Höhen saugen, lösen andere die technisch-konstruktiven Elemente der Brücke in geometrische und beinahe schon ornamentale Formen auf. Ähnlich Vexierbildern bieten sie dem Betrachter so je nach Standpunkt und Lichteinfall unterschiedliche und überraschende Ansichten. Die Drucke der Serie sind eine fulminante Hommage an die Ästhetik der Technik und erinnern in ihrem disziplinierten Bildaufbau wie in ihrer konzentrierten Formensprache in mancher Hinsicht an klassische japanische Holzschnitte, bei denen die Wiedergabe des Wesens des dargestellten Sujets im Mittelpunkt steht. Joachim Feldmeier gelingt mit diesen Holzschnitten das Kunststück, Schönheit und Würde dieser sonst eher als kalt und abweisend empfundenen Ungetüme aus Eisen und Stahl einzufangen und ihren verbindenden Charakter herauszuarbeiten.

Der “Brückenschlag” zur Künstlergruppe “Brücke”, Wegbereitern des Expressionismus, liegt nahe, ihre atemberaubende Expressivität verdanken die Drucke nicht zuletzt dem Verzicht auf Farbe, der den Fokus auf die konstruktiven Details dieser technischen Wunderwerke lenkt.

Detailgenauigkeit fasziniert

Neben diesen grafischen Arbeiten sind neue Werke in der vom Künstler bis zur Perfektion entwickelten Technik des malerischen Holzschnittes zu sehen, von denen manche es in ihrer Detailgenauigkeit beinahe mit Fotografien aufzunehmen scheinen.

Doch dies gilt nur für den Blick aus der Distanz. Nähert man sich den Drucken, lösen sie sich in unzählige Farbfelder und -inseln auf, die Maserung des Holzes entwickelt ein Eigenleben. Um diesen Effekt zu erzielen, arbeitet Joachim Feldmeier mit bis zu vierzehn Druckstöcken, eine Arbeitsweise, die neben einem ausgeprägten Vorstellungsvermögen auch intensive Konzentration erfordert.
Die Intention des Künstlers war es, Menschen bei dem, was sie gerne tun, dazustellen, oder wie er selbst sagt: “Ich wollte realistische Situationen einfangen, ohne sie realistisch wiederzugeben.” Entstanden ist so eine Serie von Drucken, die den Titel “Savoir vivre” oder “Laissez-faire” tragen könnte.

Die mediterran anmutenden Szenen, mal schwarz-weiß an alte französische Fotografien erinnernd, mal in leuchtenden und intensiven Farben, halten einmalige und unwiederbringliche Augenblicke in impressionistischer Manier fest, ohne dass der Charakter der Flüchtigkeit dabei verloren geht. Die einmalige Farbpalette von Joachim Feldmeier fängt dabei das Sonnenlicht auf eine Weise ein, die, wie im Holzschnitt “Goldener Sommerabend”, das Nachglühen eines langen Sommertages der herrschenden Herbstkühle zum Trotz Realität werden lässt.

Öffnungszeiten

Die Arbeiten von Joachim Feldmeier sind bis 27. Oktober 2013 in der Galerie Fuchstal, Gewerbestraße 15 im Gewerbegebiet Fuchstal-Asch zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch von 16 - 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 - 12 Uhr oder jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 08243-3489.

Birgit Kremer, Landsberger Tagblatt, 10. Oktober 2013




Wunder der Drucktechnik - Landsberger Tagblatt

Wunder der Technik, 2012  Holzschnitt von Joachim Feldmeier "Wunder der Technik"

Wunder der Drucktechnik - Neue Holzschnitte von Joachim Feldmeier

Mit einem Werkstattfest beschloss Joachim Feldmeier am Dienstag sein künstlerisches Holzschnittjahr. Bevor er sich neuen Projekten zuwendet, ermöglicht eine aktuelle Ausstellung einen Überblick auf sein Schaffen der vergangenen Monate. Es ist immer wieder faszinierend, welche Vielfalt Feldmeier dieser ältesten druckgrafischen Technik zu entlocken vermag. Um 1400 begann die Geschichte der abendländischen Druckgrafik mit dem Holzschnitt, der hundert Jahre später durch Albrecht Dürer einen fulminanten Höhepunkt erlebte. In den folgenden Jahrhunderten gewannen Kupferstich und Radierung an Vorrang. Erst die Expressionisten entdeckten die Technik des Holzschnitts wieder, denn Härte und Widerstand sowie Maserung des Holzes kamen ihren ausdrucksstarken Kompositionen besonders  entgegen.

Joachim Feldmeier entlockt dieser alten Technik nun seit über dreißig Jahren immer wieder neue Aspekte. Dabei konkurriert er sowohl mit der Fotografie als auch mit der Malerei. Wie selbstverständlich verbindet er das Hochdruckverfahren mit der modernsten Computertechnik.

Dabei liegt der Drucktechnik seit über 600 Jahren das gleiche, einfache Verfahren zugrunde: Aus einer Holzplatte, dem Druckstock, werden alle Partien herausgeschnitten, die nicht gedruckt werden sollen. So bleibt das Motiv als hochstehendes Relief übrig, das mit Druckfarbe eingefärbt und Mittels Walze oder Presse auf Papier gedruckt wird. Kennzeichen für den originalen Hochdruck ist die leichte Prägung, die sich auf der Rückseite des Papiers abzeichnet. Während früher ein Team, bestehend aus Zeichner, Holzschneider und Drucker, zusammenarbeitete, übernimmt Feldmeier heute alle drei Professionen.

Welche Vielfalt er durch seine Experimentierfreude und technische Perfektion erreicht, das zeigt die aktuelle Ausstellung. Neben der Reihe der fast fotografisch anmutenden Dörfer, die charakteristische Stimmungen und Farbklänge von Urlaubsregionen einfangen, schafft er mit der Holzschnittserie “Wiesenstücke” malerische Blumenbilder. Er druckte bis zu zwölf unterschiedliche Platten übereinander, sodass Farbschichten zu einer dichten Farbigkeit verschmelzen. Während sich hier immer wieder andere Blumen und Blätter zeigen, präparierte Feldmeier für seine Variationen der Motivreihe “Utopie” vier verschiedene Druckstöcke, die er unterschiedlich kombinierte. In diesen Arbeiten wirkt vor allem der zarte Hintergrund, der in immer neuen Farbklängen und zarten Farbverläufen Stimmungen von Tages- und Jahreszeiten suggeriert. Dass die Bilder nur Utopie sind, das verrät bereits der Titel. denn die zarten Geflechte der Äste tragen keine Blätter, und doch denken wir an Frühlings- oder Sommerbilder.

Neben der Werkgruppe der Stillleben, zu denen es auch übermalte Unikate gibt, sind vor allem die großformatigen Architekturmotive bemerkenswert. Die Stahl- und Glaskonstruktionen der hoch aufragenden Gebäude bekommen mittels des Holzschnitts einen anderen Charakter. Modernste Bautechnik und Natur bilden eine spannende Synthese, es begegnen sich die Wunder von Baukunst und Drucktechnik.

Nach seinem Studium begann Joachim Feldmeier 1983 mit dem Holzschnitt zu arbeiten. Seine Druckgrafiken befinden sich heute in zahlreichen Sammlungen, wie zum Beispiel in der Staatlichen Grafischen Sammlung in München.

Öffnungszeiten

“Malerische Farbholzschnitte” ist bis 24. Oktober 2012 in der Galerie Fuchstal, Gewerbestraße 15 im Gewerbegebiet Fuchstal-Asch zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch von 16 - 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 - 12 Uhr oder jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 08243-3489.

Gudrun Szczepanek, Landsberger Tagblatt, 8. Oktober 2012



Eintauchen - Landsberger Tagblatt

Wie ein Schleier  Holzschnitt von Joachim Feldmeier "Wie ein Schleier"

Eintauchen!

Während draußen der Regen ausnahmsweise eine kurze Pause einlegte und sich der ein oder andere Sonnenstrahl einen Weg durch die dicke Wolkendecke bahnen konnte, um sich in den zahllosen Wasserpfützen zu spiegeln, konnten bei der Vernissage am vergangenen Sonntag in der Galerie Fuchstal ganz andere Wasserwelten entdeckt werden. Da die älteren Arbeiten des Künstlers Joachim Feldmeier in den vergangenen Jahren mehr und mehr in den Hintergrund gerückt waren, konzipierte die Galeristin Gerda Feldmeier-Bold mehrere Themenausstellungen, die neben neueren Werken von Joachim Feldmeier auch Holzschnitte aus den 80er- und 90er-Jahren zeigen werden. Den Auftakt bilden Arbeiten des Holzschneiders rund um das Thema Wasser.

Natur begleitet die künstlerische Arbeit von Joachim Feldmeier seit jeher und so ist es nicht weiter erstaunlich, dass verschiedene Werkreihen dem Element Wasser gewidmet sind, in dem bereits Thales von Milet den Urstoff allen Seins sah. Keine leichte Aufgabe, der sich der Künstler verschrieben hat, ist doch Wasser ein in jeder Hinsicht schwer fassbares Element. Und doch ist es Joachim Feldmeier gelungen, sich diesem sich ständig verändernden Stoff - Wasser hat keine Form, keine eindeutige Farbigkeit, es ist amorph - im Lauf der Jahre auf unterschiedliche Art und Weise anzunähern.

Mithilfe von bis zu dreizehn unterschiedlichen Druckstöcken, die durch ihre Farbschattierungen und -abstufungen Tiefe vermitteln, verleiht der Künstler dem Wasser Form und Farbe, Konsistenz und Leben. Behutsam fängt es dieses sich ständig verändernde Element in zahllosen Momentaufnahmen ein, jede davon in sich vollständig und doch nur Teil eines Gesamtbildes.

Natürliche Realität

Die Umsetzung von Wasserqualitäten in visuelle Kunst mit dem Medium des Holzschnittes ist wohl eine der schwierigsten Aufgaben, der sich ein Künstler stellen kann. Joachim Feldmeier hat sie, betrachtet man das Ergebnis, mit Bravour gemeistert. Intuitiv erfasst er den Nuancenreichtum, das Schillernde und Vergängliche, die Lichtbrechung und Reflexe des nassen Elements und obwohl die wenigsten Holzschnitte nach der Natur entstanden sind, bilden sie eine natürliche Realität ab, der man überall begegnen könnte.

Wie gründlich sich der Künstler mit seinem Thema auseinandergesetzt hat, wird auch in den Mappenwerken deutlich. Gerade die Chronologie einer Stunde,  die in mehreren Holzschnitten von einer Stunde am Meer erzählt, dem Spiel der Wellen und des Lichts miteinander, vermittelt eindrücklich die schier unfassbare und unvorstellbare Vielgestaltigkeit des Wassers in allen seinen Facetten.
Es ist nicht nur die ästhetische Qualität der Holzschnitte, die diese Ausstellung so besonders macht, sondern vor allem auch die Möglichkeit, die künstlerische Entwicklung von Joachim Feldmeier über ein Vierteljahrhundert verfolgen zu können. Während mit den frühen Werken, wie zum Beispiel Im Moos  aus dem Jahr 1985 sehr filigrane und detailgetreue Welten in den zarten Tönen einer manchmal fast monochromen Farbpalette entstanden sind, scheinen bei einigen Arbeiten aus den 90er Jahren Anklänge an japanische Farbholzschnitte des 19. Jahrhunderts durch. Werke, wie Am Tiefenrausch vorbei   oder Pagen der Meere II,  beide aus dem Jahr 1999, markieren mit ihrer expressiven Farbgebung und bewegten Dynamik die Wende des Künstlers zu einer eher malerischen Auffassung seines Mediums, die in seinen mediterranen Holzschnitten aus dem vergangenen Jahr ihre vorläufige Kulmination gefunden hat.

Öffnungszeiten

Die Wasserwelten von Joachim Feldmeier sind noch bis zum 7. August 2011 in der Galerie Fuchstal, Gewerbestraße 15 im Gewerbegebiet Fuchstal-Asch zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwochs von 16 - 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 - 12 Uhr oder jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 08243-3489.

Birgit Kremer, Landsberger Tagblatt, 27. Juli 2011



Überraschung - Landsberger Tagblatt

Blumentreppe  Holzschnitt von Joachim Feldmeier "Blumentreppe"

Überraschung!

Es  gelingt dem Künstler Joachim Feldmeier immer wieder aufs Neue, sein  Publikum zu überraschen, zuletzt bei der Vernissage zur  Jahresausstellung “Feldmeier 2010. Malerische Farbholzschnitte” in der  Galerie Fuchstal am vergangenen Samstag. Leuchtende, warme Farben  empfangen die Besucher, eine mediterrane Atmosphäre durchzieht die  Galerieräume. Kein Wunder, haben doch die meisten der gezeigten Arbeiten  den Süden Frankreichs zum Thema, der bereits in der Vergangenheit viele  namhafte Künstler inspiriert hat.

In  seinen neuen Holzschnitten hebt Joachim Feldmeier scheinbar mühelos den  grundsätzlichen Widerspruch auf, der im Titel der Ausstellung enthalten  ist, denn eigentlich schließt die Technik des Holzschnitts eine  malerische Qualität aus. Nicht jedoch bei Joachim Feldmeier. Unbefangen  und voller Neugier experimentiert hier ein virtuoser Meister seiner  Kunst am Druckstock, den er wie kaum ein Zweiter beherrscht und erzielt  dabei verblüffende Ergebnisse.

Momentaufnahmen

Beim  Anblick der im Jahr 2010 entstandenen Arbeiten fühlt sich der  Betrachter in die Kunstepoche des Impressionismus versetzt. Ob  Straßenszenen oder wie zufällig gewählte Landschaftsausschnitte,  Lavendelfelder oder Platanen, es sind flüchtige Momentaufnahmen, die der  Künstler mit der Technik des Holzschnittes einfängt und auf Papier  bannt.

Die  Ausschnitthaftigkeit und der spontane Charakter seiner Motive stehen in  klarem Bezug zu der Freilichtmalerei der Impressionisten, ebenso der  Einsatz der Farbe, die hier zum primären Gestaltungsmerkmal wird.  Bewusst setzt Joachim Feldmeier Farben und alle Finessen der Technik des  Holzschnittes ein, um die von ihm beabsichtigte Wirkung zu erzielen.  Selbstverständlich und leicht erscheinen die Drucke, keinem sieht man  die Überlegungen und vielen einzelnen Schritte an, die dem fertigen  Blatt vorausgehen. ‘’Eine Vorstellung zu gewinnen, wie eine Bildidee im  Druck umgesetzt werden kann, ist das Schwierigste’’, erläutert Joachim  Feldmeier, der mit bis zu dreizehn verschiedenen Druckstöcken arbeitet,  um durch Farbschattierungen Tiefe zu erzielen.

Gleich  ob die Ansicht des “Café bleu” oder eines “Arrangement mit Krug”, die  Drucke setzen sich aus vielen kleinen Farbflächen zusammen, wobei der  Künstler die natürliche Maserung des Holzes sichtbar mit einbezieht.

Dies  wird vor allem deutlich bei seinen großformatigen Werken wie der “Küste  an der Côte d’ Azur” oder einer “Bucht in der Provence”. Wie  selbstverständlich folgen die Wellenbewegungen der Struktur des Holzes -  oder ist es nicht doch vielleicht umgekehrt? Das flirrende Licht der  Hitze des Südens scheint über allen seinen Bildern zu liegen, die  unwirkliche Stimmung sonnendurchfluteter, heißer Sommertage ist beinahe  mit den Händen zu greifen, die Leichtigkeit mediterraner Atmosphäre ist  in unzähligen winzigen Farbinseln eingefangen. Es ist die Essenz, nicht  das Detail, auf die es Joachim Feldmeier ankommt und für die er mit  äußerster technischer Virtuosität und Präzision das kantige, grafische  Element des Holzschnitts so weit auflöst, dass die eigentliche Technik  im fertigen Druck fast nicht mehr erkennbar ist. Damit eröffnet die  diesjährige Jahresausstellung nicht nur inhaltliche sondern auch  technische Neuentdeckungen. Dass der grafische Aspekt den Künstler  dennoch nicht loslässt, zeigen die beiden in glühenden Farben gehaltenen  Drucke “Coloured curves I und II”.

“Das  Betrachten der Bilder löst bei mir einfach Freude aus, sie sind so  lebensfroh,” diese Worte einer Besucherin können wohl für die meisten  der zahlreich erschienenen Gäste gelten, die wie schon in den  vergangenen Jahren am anschließenden Galeriefest teilnehmen, bei dem  Joachim Feldmeier mit seinen Musikerfreunden Lothar Drössler, Martin  Albrecht und Wolfgang Hurler gut gelaunt Oldies zum Besten geben.

Öffnungszeiten

Die  “Malerischen Farbholzschnitte” von Joachim Feldmeier sind noch bis zum  27. Oktober in der Galerie Fuchstal, Gewerbestraße 15 im Gewerbegebiet  Fuchstal-Asch zu sehen, geöffnet ist die Ausstellung mittwochs von 16  bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr oder nach  telefonischer Vereinbarung unter 08243/3489.

Birgit Kremer, Landsberger Tagblatt, 5.10.2010


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